Winterthour

Manuscrit, non publié à l’époque. Texte établi d’après l’exemplaire de lecture. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.

Discours prononcé en allemand. Texte original, non traduit.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich freue mich sehr, mit meinen Kolleginnen und Kollegen hier in Winterthur zu sein.

Und ich freue mich auch – erstmals – einen Point de Presse in einem Kunstmuseum abzuhalten.

Das passt.

Das passt, weil Winterthur eine Kunst- und Kulturstadt ersten Ranges ist. Mit 17 Museen, ich zähle sie nun nicht alle auf. Mit einer grossen Musikszene. Mit Theater, Kurzfilm etc.

Das passt, weil die Kultur nicht etwas Nebensächliches ist, kein Luxus, kein Nice-to-have. Sondern im Gegenteil: weil sie wichtig ist, gerade in anspruchsvollen Zeiten wie diesen. Kultur in all ihren Formen hilft uns immer wieder herauszufinden, wer wir sind und was uns verbindet. Der Bundesrat ist auf seiner Sitzungs-Tour durch die Schweiz in Winterthur also zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Das passt, weil wir in diesem modernen Erweiterungsbau stehen, der Alt und Neu verbindet. In einer Stadt, die gezwungen ist, ständig Alt und Neu zu verbinden. Die die Industriegeschichte und die Geschichte der Arbeiterbewegung der Schweiz geprägt hat und sich immer wieder neu erfinden musste.

Und das passt auch, weil wir in dieser Ausstellung von Oscar Tuazon nicht einfach neben der Kunst stehen. Weil die Kunst also nicht einfach einen schönen Rahmen für einen Medienanlass eines Kulturministers bietet. Sondern, weil wir Teil dieser Kunst sind. Weil diese Kunst die Interaktion unter den Menschen sucht. So wie der Bundesrat mit den Sitzungen extra muros die Interaktion mit den Menschen dieses Landes sucht. Mit der 18. Extra-muros-Sitzung heute.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Bundesratssitzungen selber verlaufen extra muros nicht anders als in Bern. Wir diskutieren eine grosse Bandbreite an Themen. Und kommunizieren nachher, was wir beschlossen haben.

Nach der Sitzung trifft der Bundesrat die Regierenden von Stadt und Kanton. Und wir treffen uns mit der Bevölkerung – das ist das entscheidende Element dieser Tradition. Ich freue mich auf diesen ungezwungenen Austausch und angeregte Diskussionen!

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