Berne

Manuscrit, non publié à l’époque. Texte établi d’après l’exemplaire de lecture. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.

Discours prononcé en allemand et en français. Texte original, non traduit.

Sehr geehrter Präsident des Schweizer Tourismusverbandes

Sehr geehrter Jurypräsident

Sehr geehrte Nominierte

Sehr geehrte Damen und Herren der Tourismusbranche

Was zeichnet den Schweizer Tourismus aus?

Das vielfältige Angebot.

Gut ausgebildete Mitarbeitende.

Und eine grosse Leidenschaft, den Gästen ein unverwechselbares Erlebnis zu bieten.

Durch originelle Ideen und Konzepte,

wie wir sie heute im Rahmen der „Tourism Awards“ feiern.

Der Schweizer Tourismus hat im Lauf ihrer Geschichte immer wieder grosse Kreativität bewiesen.

Und das schon seit ihren Anfängen.

Denken Sie an Johann Badrutt, einer der Pioniere des Schweizer Tourismus.

Er schwärmte den Londonern in ihrem Nebel und Nieselregen so sehr von der Sonne und dem Schnee des Engadins vor,

dass sie ihm glaubten und nach Graubünden fuhren.

Und dann kamen sie jedes Jahr wieder.

Die Wintersaison war geboren!

Ich gebe zu: Eine neue Saison erfinden – das lässt sich nicht beliebig wiederholen.

Es sei denn, die Gesellschaft splittert sich weiter auf.

So dass dann nicht nur jeder seine eigenen Fakten und seine eigene Meinung hat,

sondern auch gleich noch seine eigene Jahreszeit.

Aber so weit sind wir zum Glück noch nicht…

Wie hat der Schweizer Tourismus bisher die Coronakrise überstanden?

Wir müssen – wenn wir dann einmal Bilanz ziehen können – diese Corona-Krise auch vor dem Hintergrund der Stärke des Schweizer Tourismus und der Schweizer Hotellerie sehen.

Denn 2019 war das beste Jahr, das der Schweizer Tourismus in seiner Geschichte je hatte.

Dann kam das Virus und traf den Tourismus mit voller Wucht.

Aber ich bleibe überzeugt:

Entscheidend, um diese schwere Krise zu überwinden,

ist die Innovation und die Resilienz Ihrer Branche

Die Hotellerie und alle, die im Tourismus tätig sind, haben mit grosser Flexibilität auf diese Krise reagiert.

Mesdames et Messieurs,

Le tourisme a besoin de planification et de stabilité,

et c’est justement ce qu’il manque en ce moment.

Personne ne peut vraiment dire quand le tourisme de loisirs repartira réellement.

La situation est encore plus incertaine pour le tourisme d’affaires.

Et l’on se demande même s’il retrouvera les niveaux d’avant la crise.

Face à cette incertitude, il est indispensable d’apporter un soutien.

Grâce à différentes aides financières, la Confédération a beaucoup fait pour que l’ensemble du tourisme suisse surmonte cette crise.

Pour faire face aux conséquences immédiates de la pandémie, le tourisme suisse bénéficie aussi de mesures qui lui sont spécifiquement dédiées.

Le Conseil fédéral a ainsi adopté début septembre un programme de relance pour les années 2022 à 2026.

Pour mettre en œuvre sa stratégie touristique, la Confédération mise sur les instruments de soutien au tourisme qui ont déjà fait leurs preuves.

Ces prochaines années, un des points forts sera ainsi la promotion des investissements de la Confédération.

Il s’agira de moderniser et de renforcer la promotion des investissements de la Société suisse de crédit hôtelier

et de la nouvelle politique régionale.

Un accent particulier sera également mis sur le développement durable.

La durabilité – par exemple, préserver la culture du bâti, la qualité des paysages ou la biodiversité – offre de nombreuses opportunités en matière de tourisme qu’il y a lieu d’exploiter.

L’importance croissante du développement durable dans le tourisme suisse est d’ailleurs clairement perceptible.

Là aussi, la Suisse fait figure de modèle sur le plan international.

De nombreux efforts sont déjà entrepris par votre branche, et la Confédération est prête à soutenir les acteurs du tourisme

qui aspirent à rendre leurs offres plus durables.

Mesdames et Messieurs,

La Confédération fait également beaucoup pour que le séjour des touristes – malgré la pandémie – soit le plus agréable possible.

Ils doivent, par exemple, pouvoir obtenir un certificat en toute simplicité.

Pour ce faire, la Confédération a créé une plateforme nationale de demandes pour le certificat COVID.

Et dès la fin de ce mois, la Suisse proposera aussi un certificat pour les personnes qui ont reçu un vaccin chinois ou indien.

Meine Damen und Herren

Am 28. November stimmen wir über das Covid-19-Gesetz ab.

Bei einem Nein könnte der Bund kein Zertifikat mehr anbieten.

Eine Anerkennung durch die EU und alle weiteren Drittstaaten wäre nicht mehr möglich.

Dass dies für die Tourismus-Branche enorm schädliche Konsequenzen hätte,

muss ich in diesem Kreis nicht betonen.

Ohne das Instrument eines einheitlichen Zertifikats bliebe uns nur die Option, wieder einschneidendere Massnahmen zu beschliessen, sollte sich die Lage weiter verschlechtern.

Im Inland soll das Zertifikat nur so lange wie nötig zum Einsatz kommen. International dürfte es aber noch eine Weile nötig sein.

Die Pandemie ist unberechenbar.

Seit 20 Monaten zwingt sie uns, unsere Massnahmen immer wieder anzupassen.

Das Covid-19-Gesetz ist da

um die schlimmsten finanziellen Auswirkungen abzufedern

Meine Damen und Herren

Die Lage der Schweiz mitten in Europa mit ihren

massiven Pendlerströme, mit ihrer internationalen Verflochtenheit:

Das alles hat die Ausgangslage unseres Landes in epidemiologischer Hinsicht sicher nicht einfacher gemacht.

Und trotzdem waren wir mit unserem vergleichsweise liberalen Kurs durchaus erfolgreich.

Bei internationalen Vergleichen, die auf mehrere Dimensionen abzielen, schneidet die Schweiz regelmässig gut ab.

Der „Economist“ etwa kommt zum Schluss, die Lebensqualität sei während der ersten 18 Monate dieser Krise in der Schweiz am höchsten gewesen in ganz Europa –

und das, ohne das Gesundheitssystem überlastet gewesen sei.

Der Bundesrat hat versucht, eine Balance zu schaffen

zwischen dem Schutz unserer Gesundheit einerseits und dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben anderseits.

Meine Damen und Herren

Die Pandemie hat uns gezeigt, was auch für andere Bereiche gilt: Es ist die Solidarität, die uns stark macht.

Wir packen gemeinsam Herausforderungen erfolgreich an –

oder die Herausforderungen überfordern uns.

Das hat sich auch in der engen Zusammenarbeit zwischen dem Bund und Ihrer Branche gezeigt in den letzten 20 Monaten.

Der Kontakt war eng und jederzeit vertrauensvoll,

gerade auch in Phasen der Unsicherheit,

etwa im Zusammenhang mit sich verändernden Einreise- und Ausreise-Regimen.

Das zeigt: Wir haben als Gesellschaft Erfolg – oder wir scheitern als Einzelne.

Corona ist ein Test für uns alle.

Wir haben als Gesellschaft Erfolg – oder wir scheitern als Einzelne.

Jede und jeder stand und steht in der Verantwortung.

Die Behörden konnten diese Krise nicht allein meistern.

Eigenverantwortung bedeutet immer auch Verantwortung für andere.

Das gilt auch für das Impfen.

Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie die Impfung in Ihren Betrieben zum Thema machen und sie fördern.

Denn die Impfung ist der schnellste Weg aus dieser Krise.

Diese Krise und ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen werden uns noch lange beschäftigen.

Der Bund wird die Hotellerie und mit ihr den Schweizer Tourismus weiter nach Kräften unterstützen.

Ohne eine gewisse Sicherheit geht niemand Risiken ein.

Ohne Sicherheit gibt es keine Innovationen.

Deshalb freut es mich ganz besonders zu sehen,

wie viele originelle und innovative Ideen hier am „Tourism Award“ präsentiert werden.

Das zeigt, wie viel Zukunfts-vertrauen in Ihrer Branche steckt.

Mit grosser kreativer Energie stärkt die Schweizer Hotellerie ihre Position für die Zeit nach Covid.

Und diese Zeit wird kommen.

Icônes : Icons8