Berne

Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.

Discours prononcé en allemand et en français. Texte original, non traduit.

„Die Apotheken im Umbruch“ lautet das Motto Ihrer Generalversammlung.

Umbruch und Neupositionierung: Diese Themen sind nicht auf die Apotheken beschränkt.

Sie sind gerade auch sehr aktuell im Bundesrat…

Im Ernst: Die Neuerfindung ist immer auch ein Moment, um sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen. Man reflektiert seine Rolle.

Ein berühmter Apotheker des 20. Jahrhunderts, der Amerikaner George Archambault, formulierte es folgendermassen:

„Es braucht Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen und auf unmarkierten Wege weiterzugehen – dorthin, wo Fortschritte gemacht werden.
Wer es tut, wird oft als Abenteurer oder als Idealist bezeichnet.
Oder er erregt sogar Feindseligkeit bei seinen Kollegen, die den Status quo nicht verändern wollen.
„Aber wer ist unrealistisch?“ fragt Archambault rhetorisch.
Seine Antwort: „Es sind eben jene Bedenkenträger, die die wichtigste Lektion der Geschichte nicht gelernt haben:
Nämlich, dass nichts permanent ist ausser dem Wandel.“

Arachambault ist bekanntlich der „Vater der Beratungsapotheke“, der „consultant pharmacy“.

Und genau dieser Begriff fasst Umbruch und erfolgreiche Neupositionierung der Apotheken optimal.

In Zeiten von Hausarztmangel und Kostenwachstum wird der niederschwellige Zugang zur Gesundheitsberatung immer wichtiger. Das ist eine Entwicklung, die die Apotheken für die medizinische Infrastruktur noch unverzichtbarer macht als sie es heute schon sind.

Gerade um die Apotheken mache ich mir ohnehin keine Sorgen. Denn sie waren immer wieder Orte der Innovation. Weltkonzerne wie Roche und Nestle wurden von Apothekern gegründet.

Und wenn wir die Schweiz verlassen, begegnen uns eine höchst illustre Reihe von Apothekern – die, man kann es nicht anders sagen: die Welt verändert haben.

Benjamin Franklin war Apotheker, bevor er zum Staatsmann wurde.

Und bekanntlich war er es, der der Welt die Losung schenkte: „An apple a day keeps the doctor away.“ Er war also auch ein führender Kopf des Präventionsgedankens. Allerdings wäre ihm mit seiner einmal Strategie der Tadel des Bundesamts für Gesundheit sicher.
Schliesslich heisst heute die Devise: fünf Mal am Tag. Also fünf Portionen Gemüse und Früchte pro Tag.

Aber ein Apfel pro Tag ist immer noch viel besser als, sagen wir: fünf Coca Cola.

Auch Coca Cola wurde ja bekanntlich von einem Apotheker erfunden: von John Pemberton – als Medizin gegen Kopfschmerzen und Nervosität.

Also gegen jene Symptome, die gewisse Kreise in der Schweiz entwickeln, wenn sie das Wort „Prävention“ auch nur schon hören.

Aber das ist eine andere Geschichte…

Im Ernst: Den Innovationsgeist der Apotheken habe ich auch aus der Nähe beobachten können.

Apotheker und Ärzte aus meinem Kanton, Fribourg, haben interprofessionelle Qualitätszirkel gebildet – mit dem Ziel, die bestmögliche Qualität zu den tiefst möglichen Kosten zu ermöglichen.

Da kann ich als Gesundheitsminister nur sagen: Wenn es solche Initiativen doch nur bei allen Kostenarten gäbe…

Diese innovative, anpackende Art, wie sie sich in diesen Qualitätszirkeln zeigt, ist alles andere als selbstverständlich. Das zeigt sich auch darin, dass sie international als Pioniermodell gelten.

Wir stehen vor grossen demographischen und finanziellen Herausforderungen im Gesundheitswesen.
Gelingt es uns, die Qualität der Versorgung zu halten und zu erhöhen, ohne dass es zu rasantem Kostenwachstum oder Abstrichen in der Versorgung kommt?
Und das in einem Kontext, in dem die verschiedenen Akteure ihre Interessen und Ideen mit beträchtlichem Appetit auf politische Auseinandersetzungen vertreten…

Es klingt wie die Quadratur des Kreises. Aber hier gelingt sie. Unter einer Bedingung:
Wir müssen die Fachkräfte in der medizinischen Grundversorgung optimal einsetzen und Synergien konsequent nutzen.

Darin haben Sie als Apothekerinnen und Apotheker zwei äusserst wichtige Rollen.

Mit derzeit 1764 Standorten verfügen die Schweizer Apotheken über ein hervorragendes Netz. Sie dienen damit als einfacher, niederschwelliger Zugang zum Gesundheitswesen.
Gleichzeitig leisten Sie mit ihrer pharmazeutischen Fachkompetenz einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssteigerung in der Arzneimitteltherapie.

Der Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit verfolgen mit der Strategie Gesundheit 2020 einen gesamtheitlichen Ansatz.
Ziel ist, die koordinierte Versorgung zu fördern, um damit die Qualität der Versorgung zu erhöhen.
Ziel ist auch, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen zu verbessern.

Mit der neuen Verfassungsbestimmung zur medizinischen Grundversorgung haben wir einen wichtigen Schritt gemacht. Bund und Kantone sind verpflichtet, gemeinsam die medizinische Grundversorgung zu stärken.

Bund und Kantone müssen auch dafür sorgen, dass es genügend gut ausgebildete Gesundheitsfachpersonen gibt und dass diese sich besser koordinieren und eng zusammenarbeiten.

Das stärkt Ihre Rolle als Apothekerinnen und Apotheker.

Das Parlament hat die Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen der Revisionen des Heilmittelgesetzes und des Medizinalberufegesetzes erweitert:

Das Ziel im Heilmittelgesetz ist klar: Apothekerinnen und Apotheker sollen mehr Medikamente selbständig und persönlich abgeben können. Dabei soll ihre Fachkompetenz insbesondere bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln besser genutzt werden.

Die Vorlage ist fast am Ziel. Die beiden Räte sind noch daran, einzelne Differenzen zu bereinigen. Die erweiterte Abgabekompetenz von Apothekerinnen und Apotheker war grundsätzlich aber unbestritten. Sie wurden sogar noch erweitert:
Mit einer Liste von rezeptpflichtigen Arzneimitteln und definierten Indikationen, in denen die Apothekerin oder der Apotheker bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne ärztliches Rezept abgeben darf.
Im Unterschied zum ursprünglichen Vorschlag des Bundesrates werden diese Arzneimittel nicht in eine spezielle Abgabekategorie umgeteilt und gekennzeichnet.

Vous investissez depuis longtemps dans la formation et la formation post-grade de vos membres, ce qui a permis de garantir sur le long terme la qualité de vos prestations.

Le Conseil fédéral a pour sa part reconnu comme titres post-grades fédéraux la pharmacie hospitalière et la pharmacie d’officine. Le DFI a accrédité les cursus correspondants

Cette année, avec la révision de la loi sur les professions médicales, le Parlement a pris des décisions importantes dans deux domaines.

Premièrement, les objectifs au niveau de la formation universitaire ont été complétés. Il sera en particulier nécessaire d’acquérir des connaissances de base sur le diagnostic et le traitement des maladies les plus fréquentes ainsi que de nouvelles compétences dans le domaine des vaccinations.

Deuxièmement, les exigences concernant l’exercice de la profession ont été précisées. Une formation post-grade est indispensable à l’exercice de la profession de pharmacien sous sa propre responsabilité.

Ainsi, il faudra posséder un titre post-grade fédéral en pharmacie d’officine et hospitalière pour obtenir une autorisation cantonale d’exercer à titre indépendant.

Par ailleurs, il s’agit d’inciter les pharmaciens à compléter leurs compétences en matière de remise de médicaments avec de nouvelles connaissances. Cette évolution est la suite logique de l’adaptation de la loi sur les produits thérapeutiques.

L’idée est de promouvoir la collaboration avec les autres professionnels de la santé, en particulier avec les médecins évidemment, et de créer un véritable réseau de compétences au niveau de la médecine de premier recours. Dans ce contexte, le rôle d’accès au système de santé que les pharmacies assument, que VOUS assumez serait encore renforcé.

Les nouveaux objectifs de formation liés à la révision de la LPMéd devraient entrer en vigueur début 2016. Il reviendra ensuite aux établissements de formation d’inclure ces objectifs dans leurs cursus. Les autres dispositions entreront probablement en vigueur à l’été 2017.

Quant à la révision de la loi sur les produits thérapeutiques, son entrée en vigueur est liée aux futures délibérations parlementaires. Nous partons du principe que celles-ci aboutiront au printemps 2016.

Les nombreuses adaptations de la loi appellent en outre une révision complète au niveau des ordonnances.

Enfin, il faudra veiller à coordonner la collaboration et à répartir harmonieusement les tâches afin de garantir durablement la sécurité des soins et la qualité des traitements.

La réponse au postulat Humbel va elle aussi souligner le rôle des pharmaciens dans les soins de premier recours, en :

clarifiant les tâches que les pharmacies peuvent assumer au sein du système de santé,
soulignant la contribution qu’elles peuvent apporter pour garantir les soins de premier recours,
définissant la manière dont il faut adapter la formation et la formation post-grade, même si les mesures législatives nécessaires ont déjà été prises avec la révision de la LPMéd,
et en déterminant les conséquences sur les modèles de remboursement.

La réponse, sous la forme d’un rapport succinct, devrait être transmise au Conseil fédéral à l’été 2016.
Il faut d’abord que le Parlement ait fini de débattre la loi sur les produits thérapeutiques.

Le Conseil fédéral a lancé l’initiative visant à combattre la pénurie de personnel qualifié – FKI – en 2011. Après l’acceptation de l’initiative contre l’immigration de masse le 9 février 2014, il a décidé de renforcer la FKI et de la compléter en collaboration avec les cantons. C’est la FKI +.

Le secteur de la santé est fortement touché par la pénurie de personnel qualifié. Il est nécessaire de définir des mesures concrètes sur la manière d’utiliser au mieux les ressources en personnel, afin de promouvoir l’efficacité et la productivité.

Le Conseil fédéral a chargé mon département d’élaborer un programme d’encouragement baptisé « Interprofessionnalité dans le domaine de la santé 2017-2020 ».

Le concept sera présenté au Conseil fédéral en février ou mars 2017. Il s’agit de réaliser des projets au niveau de la formation et de l’exercice de la profession.

Les pharmacies apportent une contribution unique et précieuse :

A la pharmacie, un spécialiste peut vous dire si votre coupure est profonde ou non, si telle rougeur est dangereuse ou pas. Ou encore si vous pouvez attendre lundi pour aller voir un médecin.

Sans ce tri, notre système de santé serait encore plus cher qu’il ne l’est.

Les pharmacies s’organisent en outre pour nous offrir un approvisionnement fiable en médicaments – souvent jour et nuit.

Au total, elles traitent et contrôlent quelque 25 millions d’ordonnances chaque année

Et pour les traiter et les contrôler, il faut déjà les déchiffrer, ce qui n’est pas rien…

Un système de santé qui fonctionne a besoin de pharmaciens bien formés et d’un réseau bien organisé.

A long terme, le Conseil fédéral entend exploiter davantage encore vos vastes compétences dans le cadre des soins coordonnés. Il est capital de ne pas considérer les pharmaciens de manière isolée, mais de manière globale, comme un maillon essentiel de notre système de santé.

Pour que vous puissiez nous faire profiter de tout l’éventail de vos compétences, et pour que vous conserviez tout le crédit que vous méritez.

Je vous remercie.

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