Berne
Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.
Discours prononcé en allemand, en anglais et en français. Texte original, non traduit.
Sehr geehrte Damen und Herren National- und Ständeräte
Sehr geehrter Präsident des Institutsrats
Sehr geehrter Herr Direktor
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Swissmedic
Meine Damen und Herren
100 Jahre Pro Senectute 125 Jahre Roche 500 Jahre Reformation 2000 Jahre Stadt Solothurn – als Bundesrat hält man über die Jahre viele Jubiläumsreden.
Und meist ist der Jubilar oder die Jubilarin deutlich älter als man selber.
Das hat Vorteile:
Man fühlt sich jung.
Und niemand protestiert, wenn man es mit den Anfängen nicht so genau nimmt.
Nun also 20 Jahre Swissmedic, so alt wie die Expo 02, der Euro und der UNO-Beitritt der Schweiz.
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht: Wenn ich das höre, dann fühle ich mich nicht mehr ganz so jung.
Im Ernst, meine Damen und Herren 20 Jahre Swissmedic. Das ist ein Grund zum Feiern.
Nun werden Sie zu Recht einwenden:
Wenn man es mit den Anfängen genau nimmt, dann ist die Heilmittelkontrolle in der Schweiz nicht erst 20 Jahre alt, sondern rund 100 Jahre älter.
Und die Schweiz eines der ersten Länder, das eine Heilmittelkontrolle hatte.
Womit wir uns doch wieder ganz jung fühlen können.
Darum sage ich besser: 20 Jahre Swissmedic – das ist mehr als EIN guter Grund zum Feiern.
Wie wichtig Swissmedic für uns ist, hat eben erst die Corona-Pandemie gezeigt.
Vorher der breiten Bevölkerung kaum bekannt, erhielt Swissmedic plötzlich grosse Aufmerksamkeit.
Alle waren betroffen von der Zulassung von sicheren und wirksamen Impfstoffen.
Die Erwartungen waren riesig.
Es musste schnell gehen. Und das tat es auch.
Die Schweiz war bei der Zulassung des ersten Impfstoffes am 19. Dezember 2020 zuvorderst mit dabei.
Swissmedic war die weltweit erste Behörde, die den Impfstoff im ordentlichen Verfahren zugelassen hat.
Und der zweite Impfstoff folgte nur wenige Wochen später.
Swissmedic hat mit dem rollenden Verfahren laufend die neuesten Daten beurteilt, um möglichst rasch den Zulassungsentscheid fällen zu können.
Einigen ging das zu schnell.
Andere hätten sich gewünscht, dass es noch schneller geht.
Ich war zuweilen auch ungeduldig, ich gebe es zu.
Aber gerade während der Coronapandemie hat sich gezeigt, wie wichtig die Unabhängigkeit von Swissmedic ist.
Denn Unabhängigkeit schafft Vertrauen.
Und dieses Vertrauen in die Entscheide von Swissmedic ist entscheidend.
Die Heilmittelbehörde hat sich trotz hohem Druck die Zeit genommen, um die Dokumentationen der Hersteller sorgfältig zu prüfen.
Und die Schweiz hat schliesslich auch nicht alle Impfstoffe und Therapeutika zugelassen – zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.
Die Mitarbeitenden von Swissmedic haben während der Pandemie enorm viel geleistet.
Auch weil sie wussten, wie wichtig ihre Arbeit für die Menschen und die öffentliche Gesundheit im Land ist.
Swissmedic hat auch eine wichtige Funktion eingenommen bei der Erklärung, wie die verschiedenen Impfstoffe wirken.
Sie begegneten den falschen Informationen, die bis heute zirkulieren.
Auch damit schaffte Swissmedic Vertrauen.
Nicht vergessen dürfen wir auch die Rolle von Swissmedic bei der Betriebsbewilligung von Lonza.
Swissmedic hat so die Herstellung eines der Impfstoffbestandteile in der Schweiz sehr speditiv ermöglicht.
Und die Pandemie ist noch nicht vorbei.
Das zeigt sich auch daran, dass diesen Herbst die neuste Generation von Covid-Impfstoffen geprüft und zugelassen wurden und diese für die Impfkampagne rechtzeitig eingesetzt werden können.
Meine Damen und Herren
Eine eigene Heilmittelbehörde zu haben ist für die Schweiz enorm wichtig.
Nicht zuletzt wegen ihrer Funktion als Regulator und Überwachungsbehörde der Pharma- und Medizintechnikprodukte.
Eine Industrie, die für die Schweiz von enormer Wichtigkeit ist.
Mit über 200‘000 Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt von der Pharmaindustrie abhängen.
Mit Exporten im Wert von jährlich über 100 Milliarden Franken.
Mit weiteren 67‘000 Arbeitsplätzen in der Medizintechnik, mit einem Umsatzvolumen von 20 Milliarden Franken und einem Exportvolumen von 12 Milliarden
Dass die Schweiz bei der Innovation und punkto Wettbewerbsfähigkeit an der Weltspitze steht, verdankt sie nicht zuletzt ihrer Pharmaindustrie und der Medizintechnikbranche.
Man denke nur an den gewaltigen Beitrag an die Forschungs-Ausgaben der Schweiz.
Und diese Industrien verdanken natürlich auch der Schweiz viel:
Nicht zuletzt Stabilität und attraktive Rahmenbedingungen mit einem exzellenten Bildungssystem und verlässlichen Regulierungen.
Zu den Rahmenbedingungen gehört auch eine Heilmittelbehörde, die jederzeit zugänglich ist, die kompetent, rasch und transparent entscheidet.
Und die gleichzeitig völlig unabhängig ist und deshalb hohes Vertrauen geniesst.
Ladies and gentlemen
The fact that representatives from foreign therapeutic products agencies are attending this event – here in person or via video link, shows that:
international cooperation among partner authorities is extremely valuable for Swissmedic.
and that these ties have become closer and more important over the last twenty years.
Swissmedic has signed countless bilateral and multilateral agreements on cooperation and the exchange of information.
All of which helps Swissmedic to fulfil its authorisation, licensing and market surveillance activities.
That is in everyone’s interests; the patients, public health system and Switzerland’s attractiveness as a location for the industry and research.
It is important that Switzerland should also make an international contribution to patient protection and use its own resources for that purpose.
And development cooperation has been part of Swissmedic’s role since 2013.
For example, as part of Switzerland’s coordinated foreign health policy, Swissmedic trains regulators from all over the world, thereby promoting global public health.
Mesdames et messieurs
L’importance de Swissmedic se reflète aussi dans la croissance qu’a connue l’institut ces deux dernières décennies.
Deux chiffres en témoignent.
Celui des demandes annuelles d’autorisation, qui est passé de 8466 à 21 313.
Il s’agit de nouveaux médicaments bien sûr, mais aussi des adaptations de médicaments déjà autorisés.
Et le deuxième chiffre, c’est celui des employés.
Swissmedic en comptait 260 à sa création ; ils sont aujourd’hui 490.
Cette hausse s’explique par l’augmentation des demandes, mais aussi des tâches de surveillance.
Swissmedic est en effet aussi chargé de la surveillance du marché des médicaments et des dispositifs médicaux.
L’institut communique d’ailleurs régulièrement sur les effets indésirables des produits thérapeutiques.
Mesdames et Messieurs, Ces prochaines années, l’un des principaux enjeux pour Swissmedic concernera la croissance de l’institut et le recrutement de spécialistes.
Swissmedic est une institution basée sur le savoir.
Une institution qui doit apprendre vite et sans cesse s’adapter.
Ses tâches sont en effet devenues plus complexes :
il y a toujours plus de réglementations, en Suisse et dans le reste du monde ; et le progrès médical est de plus en plus rapide.
Il est notamment placé sous le signe de la médecine personnalisée et des thérapies géniques, susceptibles de guérir des maladies jusque-là incurables.
Le renforcement des relations internationales restera également un enjeu important à l’avenir.
La Suisse entend encore renforcer sa collaboration avec les autorités étrangères.
Par exemple, en évaluant ensemble certaines demandes.
Mais aussi en renforçant le partage d’informations en matière de surveillance des dispositifs médicaux.
La numérisation constitue un autre défi.
Pas seulement celle des procédures d’autorisation et de l’architecture informatique, mais de la médecine en général.
Enfin, j’aimerais citer un enjeu central:
celui du capital de confiance de Swissmedic, qu’il s’agit de soigner et de promouvoir.
La confiance dans l’expertise et l’indépendance de l’institut.
Dans l’intérêt de celles et ceux qui vivent en Suisse.
Mesdames et messieurs, Au moment de souffler les 20 bougies de Swissmedic, je tiens à remercier tous celles et ceux qui ont contribué à faire de cet institut ce qu’il est aujourd’hui et qui ont accompagné son développement.
ses collaborateurs, évidemment ; mais aussi la Direction et le Conseil de l’institut.
Un grand merci pour votre engagement sans faille en faveur de la santé humaine et animale.
Et toutes mes félicitations à Swissmedic pour cet anniversaire ! Je me réjouis de continuer à travailler avec vous !