Berne
Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.
Discours prononcé en français et en allemand. Texte original, non traduit.
Madame la Présidente,
Mesdames et Messieurs les Membres du Conseil de fondation,
Mesdames, Messieurs,
La Fondation suisse pour la protection de l’enfant se mobilise pour que dans notre société, les enfants puissent grandir dans la dignité, et que leurs droits soient préservés. Cette tâche capitale, elle l’assume maintenant depuis 30 ans. Je me réjouis de fêter cet anniversaire avec vous.
Cela fait 23 ans aujourd’hui que l’ONU a adopté la Convention relative aux droits de l’enfant. La Suisse l’a ratifiée huit ans plus tard. Depuis lors, le 20 novembre est célébré comme la Journée mondiale de l’enfance.
Cela ne fait donc pas très longtemps que la Communauté internationale a reconnu le droit des enfants à une protection et à des soins particuliers.
En signant la Convention de l’ONU, les Etats s’engagent à protéger les enfants de la violence – et par conséquent, de la violence dans l’éducation.
Meine Damen und Herren
Natürlich gibt es heute keine ernsthaften Pädagogen mehr, die sich von Schlägen eine positive erzieherische Wirkung versprechen. Aber die Erinnerung an die Grusel-Pädagogik ist in vielen Köpfen noch ziemlich frisch: Wir kennen sie aus den Geschichten von «Max und Moritz», vom «Struwwelpeter» oder vom «Suppenkasper». Und immer noch ist da und dort im Deutschen Sprachgebrauch von der «elterlichen Gewalt» die Rede. Dieser unglückliche Begriff – nomen est omen – wurde erst vor zwölf Jahren (endlich!) aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen. Und durch den Begriff der «elterlichen Sorge» ersetzt.
Die Erziehung von Kindern ist eine Herausforderung. In jeder Phase ihrer Entwicklung haben sie neue Bedürfnisse, Anliegen und Probleme. Eltern müssen sich laufend neuen Situationen stellen. Und immer wieder neue Erziehungskompetenzen entwickeln.
Wenn die Eltern mit den Bedürfnissen und Problemen ihrer Kinder wachsen, geht das gut. In den allermeisten Fällen ist das so. Aber in Krisensituationen und schwierigen Lebenslagen kann aus der Heraus-Forderung eine Über-Forderung werden. Eltern, die überfordert, gestresst und hilflos sind, schlagen ihre Kinder häufiger – und Kinder, die geschlagen werden, schlagen später häufiger auch ihre eigenen Kinder wieder. Ein Teufelskreis.
Wenn der Staat also erreichen will, dass Gewalt in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen keine Rolle spielt, dann muss er dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für die Familien gut sind. Familien sollten gar nicht erst in Schwierigkeiten geraten. Oder dann – in Notlagen – wenigstens auf Hilfe zählen können.
In dieser Beziehung steht die Schweiz nicht schlecht da. Die Schweiz verfügt über ein dicht geflochtenes soziales Auffangnetz.
Unsere Sozialversicherungen tragen dazu bei, Nöte und Schwierigkeiten von Familien zu verhüten, zu mildern oder zu beheben. Familienzulagen und Mutterschaftsversicherung bilden bereits eine solide Basis für die wirtschaftliche Sicherung der Familien.
Wenn es uns gelingt, auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern, kommen wir dem Ideal einer familienfreundlichen Gesellschaft noch einen grossen Schritt näher.
Darum hoffe ich, dass Volk und Stände den neuen Verfassungsartikel zur Familienpolitik in der Abstimmung vom 3. März gutheissen. Bei einem Ja bekommen die die Kantone den Auftrag, die Eltern mit bedarfsgerechten Angeboten zu unterstützen. Und der der Bund erhält die Kompetenz, den Kantonen und Gemeinden dabei zu helfen.
Auch in der Schweiz gibt es leider Armut. Auch unter uns leben zahlreiche Kinder in Familien, die keinen sicheren Boden unter den Füssen haben. Das beeinträchtigt ihre Lebenschancen. Und ist wiederum ein Risikofaktor für Misshandlung und Vernachlässigung. Zusammen mit Betroffenen und ihren Organisationen erarbeiten wir darum bis im Frühling ein gesamtschweizerisches Programm zur Prävention und Bekämpfung der Armut und werden es dem Bundesrat vorlegen.
Damit können wir die Voraussetzungen für eine gewaltfreie Zukunft verbessern. Prävention lohnt sich. Aber trotzdem braucht es darüber hinaus auch noch andere Instrumente. In seinem Bericht von diesem Juni über «Gewalt und Vernachlässigung in der Familie» hat der Bundesrat die Grundleistungen eines modernen Kinder- und Jugendhilfesystems beschrieben. Er ist bereit, den Kantonen beim Ausbau der Kinder- und Jugendhilfe stärker unter die Arme zu greifen und die Weiterentwicklung der kantonalen Kinder- und Jugendhilfe mitzufinanzieren.
Mesdames et Messieurs,
La nouvelle loi sur l’encouragement de l’enfance et de la jeunesse est là pour prouver que la Confédération prend son engagement très au sérieux. Le Conseil fédéral a récemment fixé son entrée en vigueur pour début 2013. Sur la base de cette loi, la Confédération pourra dorénavant encourager davantage les activités extrascolaires novatrices et l’animation en milieu ouvert destinées aux enfants et aux jeunes. Elle pourra en outre contribuer à les associer aux processus politiques à l’échelon fédéral.
Par ailleurs, elle peut aussi et surtout aider les cantons, par le biais d’un financement incitatif limité dans le temps, à développer leur politique de l’enfance et de la jeunesse.
Cela dit, je suis tout à fait conscient que la Confédération et les cantons ne peuvent pas venir à bout de cette mission à eux seuls. Les institutions publiques ont besoin d’organisations comme la vôtre, qui s’engagent pour la cause des enfants de toutes leurs forces et avec tout leur savoir-faire. Par le biais de formations continues, de campagnes, de travaux de sensibilisation et de relations publiques, votre fondation fournit d’importants services que l’Etat ne peut pas proposer lui-même. Et cela notamment dans le cadre de la lutte contre la prostitution enfantine, la pornographie infantile et la traite des enfants.
Je tiens à vous en remercier sincèrement. Vous apportez une importante contribution au bien-être de nos enfants.
Je souhaite à votre fondation de célébrer encore de nombreux anniversaires, et à tous les participants une excellente journée d’étude.