Berne

Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.

Discours prononcé en allemand et en français. Texte original, non traduit.

Sehr geehrte eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Regierungen
sehr geehrte Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte
sehr geehrte Damen und Herren

Anfang 2014, also ungefähr gleichzeitig mit dem Start des neuen Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, ist die afrikanische Schweinepest aus dem Osten in die EU-Länder Litauen und Polen vorgedrungen.

Betroffen waren – und sind bis heute – zwar nur Wildschweine und keine Hausschweine.

Doch das BLV reagierte am 27. Februar vorsorglich mit Einfuhrbeschränkungen, damit die Schweinepest nicht in die Schweiz eingeschleppt wird. Und gerade heute hat das BLV diese Verordnung nochmals angepasst.

Ich muss sagen: zum Glück gibt es das BLV!

Ich sage das nicht nur als Bürger und als Konsument.

Sondern auch als Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern.

Denn bevor es das BLV – beziehungsweise das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) – gab, musste der zuständige Bundesrat persönlich an die Front, um die Situation zu meistern.

So beim Ausbruch der Rinderpest im Jahre 1871.

Der damalige Vorsteher des EDI, Jakob Dubs – ein Metzgerssohn aus dem Kanton Zürich – reiste damals selber in den Neuenburger Jura, um die Lage zu beurteilen.

Ich bin sicher, dass ich mich dazu nicht eignen würde:

Ich mag vielleicht ein „animal politique“ sein, aber das macht mich noch lange nicht zum Tier-Spezialisten.

Und überhaupt frage ich mich: Wieso kommt diese afrikanische Schweinepest von Osten und nicht von Süden?

Jakob Dubs ist übrigens in die Geschichte eingegangen als vehementer Föderalist und Anti-Zentralist.

Aber es zeigte sich eben schon damals, dass eine schwere Seuche nicht von einem Kanton allein bewältigt werden kann. Und dass deshalb Schutzmassnahmen im ganzen Land erforderlich sind.

Die stolze, 100-jährige Geschichte des Schweizer Veterinärdienstes zeigt eines eindrücklich:

Am stärksten sind Bund und Kantone dann, wenn alle wissen, dass Handlungskompetenz und Raum übereinstimmen müssen.

Die Gründergeneration der staatlichen Veterinärdienste hat den Veterinärraum Schweiz geschaffen. Mit einer prominenten Rolle für die Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte.

Sie sind übrigens in den 316 Artikeln der Tierseuchenverordnung insgesamt 239 Mal erwähnt; das Eidgenössische Departement des Innern nur acht Mal…

Heute stellt aus der gleichen Überlegung ganz Europa einen einzigen Veterinärraum dar.

Es muss deshalb als grosser Erfolg bezeichnet werden, dass – im Rahmen der bilateralen Verträge mit der EU – die schweizerischen Vorschriften über Tierseuchen und über Lebensmittel tierischer Herkunft als äquivalent anerkannt werden.

So gehört auch die Schweiz zum Veterinärraum Europa. Der Wirtschaft werden damit viele Handelshemmnisse erspart.

Am 1. Januar 2014 hat das neue Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen seine Arbeit aufgenommen.

Ich begrüsse es ausdrücklich, dass nun auch beim Bund – wie bereits in vielen Kantonen – die gesamte Lebensmittelsicherheit unter einem Dach vereint sind.

Ich bin überzeugt: diese Neuorganisation bringt uns einen Mehrwert:

Die internen und externen Abläufe werden vereinfacht. Schnittstellen werden eliminiert.

Die Koordination des einheitlichen Vollzugs in den Kantonen wird erleichtert

Und die Aufsicht im Bereich der Lebensmittelsicherheit wird vereinfacht.

Wir haben das Fachwissen und die Kompetenzen entlang der Lebensmittelkette zusammengeführt.

Dies wird uns ermöglichen, die Lebensmittelsicherheit in der Schweiz auf hohem Niveau zu gewährleisten. Und so auch den Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten gerecht zu werden.

Das neue Amt hat eine äusserst schwierige und sensible Aufgabe zu bewältigen – eine Aufgabe, die in Zukunft noch schwieriger werden wird.

Weltweit haben zahlreiche Krankheiten des Menschen ihren Ursprung beim Tier: Tuberkulose, Tollwut, BSE.

Noch nie war die Tiergesundheit so wichtig für die Gesundheit des Menschen.

Ein wirksamer Konsumenten-Schutz und eine sichere Lebensmittelproduktion sind deshalb nur möglich, wenn wir uns noch stärker als bis anhin für die Tiergesundheit engagieren.

Mesdames et Messieurs,

Je vous l’ai dit en vous souhaitant la bienvenue il y a presque trois mois jour pour jour et je le répète bien volontiers : le nouvel Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires, c’est l’alliance de deux cultures de l’excellence et de la compétence pour en créer une troisième.

Vous travaillez dans un environnement passionnant. Car l’homme et l’animal sont toujours plus proches. Géographiquement, bien sûr, mais aussi dans l’absolu.

Prenez la récente découverte de chercheurs de l’Université de British Columbia : figurez-vous que les chiens ne comprennent pas seulement les célèbres « assis » ou « au pied ! » mais qu’ils peuvent apprendre jusqu’à 165 mots.

Ça suffit pour Twitter – je vous le dis, l’homme et l’animal n’ont jamais été aussi proches….

Sérieusement : bien sûr, il faut donner à l’animal la place qu’il mérite et que nous lui devons. Et veiller à le protéger en respectant des critères à la fois scientifiques et éthiques.

J’ai beaucoup parlé de lutte contre les maladies et de risques sanitaires au cours des dernières minutes. Ce qui est tout à fait typique de la perception du Service vétérinaire suisse.

Lorsqu’on en parle, c’est souvent parce qu’une catastrophe menace, voire qu’elle s’est produite.

Je suis donc d’autant plus heureux d’évoquer aujourd’hui le Service vétérinaire dans un contexte aussi festif.

Je remercie tous les représentants et partenaires du Service vétérinaire suisse ainsi que les collaborateurs de l’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires pour leur précieux engagement au quotidien.

Félicitations !

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