Berne

Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.

Discours prononcé en français et en allemand. Texte original, non traduit.

Mesdames et Messieurs,

Tout d’abord, j’aimerais vous remercier de votre participation à cette conférence.

J’ai trouvé cette manifestation très intéressante et j’imagine que je ne suis pas le seul.

Nous avons pu entendre de nombreuses interventions intéressantes, et découvrir d’autres perspectives.

La troisième conférence nationale sur la santé a atteint ses deux objectifs majeurs :

les principaux acteurs du secteur de la santé ont parlé LES UNS AVEC LES AUTRES plutôt que LES UNS SUR LES AUTRES.

Les principaux thèmes ont été ouvertement abordés.

Quels sont les voies les plus prometteuses pour relever le défi de la surmédicalisation ?

En premier lieu, renforcer la prise de conscience. Il faut sensibiliser à la surmédicalisation en général et aux soins en fin de vie en particulier.

C’est ce que nous avons fait aujourd’hui, dans le sens de la campagne choosing wisely.

Nous devons faire en sorte que les patients et leurs proches prennent eux aussi davantage conscience du problème.

Sans oublier que cet apprentissage est un processus extrêmement difficile.

Meine Damen und Herren

Antworten auf die komplexe Frage, was das geeignete Mass an medizinischer Behandlung und Betreuung beinhaltet, können nur im Dialog zwischen Ärzten, Pflegenden, Patienten und ihren Angehörigen gefunden werden.

Dem Bund obliegt es, dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Dafür setze ich mich ein.

Also dafür, dass die Leistungskataloge der Grundversicherung und die gültigen Tarifstrukturen nicht dazu verleiten, medizinischen Aktivismus zu betreiben.

Wir werden ein wachsames Auge darauf haben, dass die bestehenden Fehlanreize in der Tarifstruktur Tarmed endlich beseitigt werden,

und dass auch die verhältnismässig neuen Spitalpauschalen nicht zu einer Mengenausweitung führen.

Was die ambulante Chirurgie betrifft, sind wir – auch nach Kontakten mit den Krankenversicherern – zur Überzeugung gelangt, dass es angezeigt ist, deren Potenzial systematischer zu nutzen. Dies,

indem bestimmte Eingriffe im Regelfall nur noch ambulant stattfinden sollen,

und bei anderen Eingriffen eine Gleichstellung der Tarife im stationärem und ambulantem Bereich erzielt wird.

Die Leistungen der Krankenversicherung sollen in Zukunft systematischer auf Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

Hierzu sind bereits verschiedene Aufträge erteilt worden und wir werden die Arbeit intensivieren.

Schliesslich erinnern wir auch daran, dass es Aufgabe der Tarifpartner ist, die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen zu treffen, damit die Leistungen der OKP in guter Qualität und wirtschaftlich erbracht werden – also auch ohne unnötige Mengenausweitungen.

Ziel muss es sein, dass sich die Finanzierung weniger nach dem Aufwand richtet, sondern nach Kriterien wie Nutzen und Effektivität der Leistung.

Die Leistungsbreite und hohe Leistungsqualität unseres Gesundheitssystems kann nur erhalten werden, wenn wir mit den eingesetzten Ressourcen einen maximalen Nutzen erzielen.

Das ist die Voraussetzung dafür, dass der chancengleiche Zugang zu unserem ausgezeichneten Gesundheitswesen auch langfristig aufrechterhalten werden kann.

Fragen der Effizienz sind also letztlich eminent politische Fragen.

Ich bin überzeugt, dass wir zusammen gute, pragmatische Antworten finden auf die Herausforderungen, die heute diskutiert wurden – nicht heute, nicht morgen, aber ganz sicher noch vor 2020.

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