Rome
Manuscrit, non publié à l’époque. Seul le prononcé fait foi. Les notes de travail ont été retirées.
Discours prononcé en français et en allemand. Texte original, non traduit.
Mesdames et Messieurs,
Pouvoir venir créer ou étudier ici, à l’Institut suisse de Rome, c’est bénéficier d’une chance exceptionnelle.
Encore faut-il surmonter le choc, l’émotion liée à la splendeur de l’endroit.
La Villa Maraini, dans le faste qu’elle déploie, est presque un affront à la modestie suisse ; celle dont nous sommes si fiers… Tellement fiers d’ailleurs qu’on en deviendrait vaniteux. Mais bon, passons…
Der bescheidene «homo alpinus» in uns ist jedenfalls insgeheim beruhigt, dass die Villa Maraini wenigstens auf einer Müllhalde steht – denn das war der künstlich aufgeschüttete Hügel unter uns ursprünglich.
Palazzo auf Müllhalde: Das scheint mir eine ideale Lage für kreative Arbeit – sei es als Künstler, sei es als Forscherin. Diese Mikrolage bricht auch das einschüchternde Pathos der Ewigen Stadt mit ihrem überwältigenden Kulturerbe – zumindest ein wenig. Und es fällt einem vielleicht leichter, als Künstlerin oder als Forscher einen eigenen Weg zu gehen, Neuland zu betreten. Denn eine Müllhalde ist – im Wortsinn – Neuland.
Und das Betreten – oder vielleicht gar das Schaffen – von Neuland, natürlich bei gleichzeitigem Bezug zur Kunstgeschichte: Daran erkennt man wirklich originelle Kunst.
Auf diesem Hügel findet sich der «homo alpinus» am zweithöchsten Punkt der Stadt Rom, wenn er bis zur Turmterrasse klettert. Der Schönheitsschock wird dann Atem, Weitsicht, Inspiration.
In diesem Sinne wünsche ich dem Istituto Svizzero weiterhin viel Erfolg bei der Förderung von Austausch, Innovation und Kreativität.